Dienstag, 17.07.2018 05:34 Uhr

Luzerner Tourismusinstitut Jubiläum mit 200 Gästen

Verantwortlicher Autor: Mirjam Aregger, Hochschule Luzern HSLU Luzern, 08.06.2018, 14:09 Uhr
Presse-Ressort von: leonardwuest.en-a.ch Bericht 4173x gelesen
Jürg Stettler, Leiter Institut für Tourismuswirtschaft ITW
Jürg Stettler, Leiter Institut für Tourismuswirtschaft ITW  Bild: Ingo Hoehn

Luzern [ENA] Luzerner Tourismusinstitut feiert Jubiläum mit 200 Gästen Das Institut für Tourismuswirtschaft ITW der Hochschule Luzern feierte am 5. Juni 2018 im Hotel Schweizerhof, im altehrwürdigen Zeugheersaal, in Luzern sein 25-jähriges Bestehen. Beginn mit einer Kurzbegrüssung durch Jürg Stettler.

Gegründet 1993 mit drei Mitarbeitenden und einer Weiterbildung zählt es heute zu den schweizweit grössten Kompetenzzentren in den Bereichen Tourismus, Mobilität und Nachhaltige Entwicklung. Rund 200 Gäste, darunter zahlreiche Tourismusexpertinnen und –experten, Vertreterinnen und Vertreter aus der Politik, Projektpartner und Mitarbeitende, trafen sich zur gemeinsamen Jubiläumsfeier. Christine Böckelmann, Direktorin der Hochschule Luzern – Wirtschaft eröffnete den Anlass mit einem Grusswort.

Christine Böckelmann, Direktorin Hochschule Luzern – Wirtschaft
Jürg Stettler, Leiter Institut für Tourismuswirtschaft ITW
vl Hansruedi Müller, em. Professor Uni Bern Sibylla Degiacomi, Mili Weber Haus, St. Moritz Ines Fischer Gull, ITW Sepp O

Wirkung von rund 30 Sportevents untersucht

Institutsleiter Jürg Stettler gab anschliessend einen Einblick in die 25-jährige Geschichte des ITW: In den Gründungsjahren stand die Erforschung von Sportprojekten im Fokus. Die Mitarbeitenden entwickelten eine Methode zur Messung der volkswirtschaftlichen Bedeutung von Sportgrossevents, mit welcher bis heute rund 30 Veranstaltungen untersucht wurden. Im Laufe der Jahre kamen weitere Schwerpunkte hinzu, heute seien dies die Bereiche Tourismus,

Christine Böckelmann, Direktorin Hochschule Luzern –Wirtschaft
Jürg Stettler, Leiter Institut für Tourismuswirtschaft ITW
vl Marcel Perren, Luzern Tourismus Jürg Stettler Barbara Gisi, Schweizer Tourismus Verband Jürg Balsiger, CabriO Stanse

Mobilität und nachhaltige Entwicklung.

Für Behörden, Unternehmen und weitere Praxispartner führe das ITW laufend neue Forschungsprojekte durch und erarbeite Grundlagen, die ihnen zur Entscheidungsfindung dienen, ergänzt Stettler. Aktuell beispielsweise ein Projekt zu selbstfahrenden Fahrzeugen im ländlichen Raum. Es wird untersucht, inwiefern neue Technologien für den öffentlichen Verkehr eingesetzt und als alternatives Geschäftsmodell für die SBB genutzt werden können. Technologie bringt neue Geschäftsmodelle Mit dem Einfluss neuer Technologien auf den Tourismus beschäftigte sich auch Thomas Bieger, Rektor der Universität St. Gallen in seinem Referat:

Ein Blick auf die Geschichte zeige, dass die Tourismusbranche schon immer führend bei der Nutzung und Einbindung neuer Technologien war. Heute würden Robotik, Artificial Intelligence oder Blockchain neue Möglichkeiten für den Tourismus bieten: Zum Beispiel übernehme in Hotels in Singapur der Roboter «Jena» den Zimmerservice rund um die Uhr. Oder Blockchain-Systeme könnten künftig den direkten Anbieter-Kunden-Kontakt ermöglichen, der heute oftmals über Vermittlungsplattformen erfolge. Für die Zukunft des Tourismus entscheidend sei es, neue Technologien sinnvoll einzubinden und neue Geschäftsmodelle zu entwickeln.

Jürg Stettler, Leiter Institut für Tourismuswirtschaft ITW
vl Erik Nagel, Vizedirektor, Ressortleiter Weiterbildung Hochschule Luzern Wirtschaft Jürg Stetter, Christine Böckelma
Thomas Bieger, Rektor der Universität St. Gallen

Auswirkungen des «Giga-Tourismus» bekämpfen

Alt-Bundesrat Moritz Leuenberger fokussierte in seinem Referat das Thema «Mobilität und Massentourismus». Der Mensch sei – vom Kleinkind bis zum rüstigen Rentner – ständig in Bewegung. Der Drang nach Mobilität gehöre zum Menschen dazu und lasse sich nicht unterdrücken. Die zunehmende Masse an Touristen, verbunden mit der höheren Reisegeschwindigkeit, führe zum heutigen «Giga-Tourismus», der den Menschen vor Ort und der Kultur schade, wie es aktuell die Entwicklungen in Barcelona und Venedig verdeutlichen. Hinzukomme, dass der Gewinn oft bei den Unternehmen lande, die Verluste (z. B. Entsorgung der Müllberge) aber die Allgemeinheit trage.

Als mögliche Lösungsansätze kommen für Moritz Leuenberger verschiedene Ideen in Frage: Etwa Kontingente, Reisezeiten für bestimmte Gruppen oder die Einführung von entschleunigenden Akten, um für mehr Achtsamkeit zu sorgen. Im anschliessenden Podiums-Gespräch mit den Referenten ging Moderator Raphael Prinz, TV-Inland-Korrespondent SRF, auf die kritische Grösse im Tourismus ein. Die Referenten waren sich einig, es gelte nicht das Reisen, sondern die schädlichen Auswirkungen des Massentourismus zu bekämpfen. Alternative Ideen und Modelle, insbesondere durch neue technologische Möglichkeiten, könnten hier den Weg weisen

Christoph Lengwiler Moritz Leuenberger Manuela Jost, Stadträtin Luzern Stephan Käppeli, Dozent Hochschule Luzern Wirtsch
Moritz Leuenberger, alt Bundesrat
Christoph Lengwiler Moritz Leuenberger Manuela Jost, Stadträtin Luzern Stephan Käppeli, Dozent Hochschule Luzern Wirtsch

Institut für Tourismuswirtschaft ITW

Das Institut für Tourismuswirtschaft ITW der Hochschule Luzern ist das Kompetenzzentrum für Tourismus, Mobilität und Nachhaltigkeit. Es bildet angehende Touristikerinnen und Touristiker sowie Quereinsteiger aus und berät Tourismus- Fachpersonen. Es führt Forschungs- und Dienstleistungsaufträge für regionale, nationale und internationale Partner und Auftraggeber durch.www.hslu.ch www.leonardwuest.ch Für aktuelle regionale Nachrichten und Kultur aus der Innerschweiz besuchen Sie die Seite www.innerschweizonline.ch Aktuelles regionales und Kultur aus dem Ruhrgebiet finden Sie auf www.bochumer-zeitung.com

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