Donnerstag, 18.07.2019 08:36 Uhr

Römerberggespräche: Ist Europa noch zu retten?

Verantwortlicher Autor: Goethe-Universität Frankfurt, Bernd Frye Frankfurt, 03.07.2019, 09:13 Uhr
Presse-Ressort von: leonardwuest.en-a.ch Bericht 1667x gelesen

Frankfurt [ENA] Die ungewisse Zukunft Europas ist Thema der nächsten Intervention der Frankfurter Römerberggespräche in Kooperation mit dem Exzellenzcluster Normative Ordnungen, Samstag, den 11. Mai, im Schauspiel Frankfurt Zwei Wochen vor der Europawahl wollen die Römerberggespräche in der „Europastadt Frankfurt“ wissen, in welchem Zustand sich Europa befindet. Was dürfen wir hoffen? Wie müssten die notwendigen Schritte aussehen?

Auch bei der jüngsten Ausgabe der öffentlichen Vortrags- und Diskussionsveranstaltung am Samstag, den 11. Mai 2019, gehört der Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ an der Goethe- Universität zu den Kooperationspartnern. Von 10 bis 18 Uhr stehen im Chagallsaal des Schauspiel Frankfurt fünf Impulsreferate und ein Podiumsgespräch auf dem Programm. Der Eintritt ist frei. Der Titel lautet: „Last Exit nach dem Brexit – Ist Europa noch zu retten?“ Noch nie stand Europa so unter Beschuss wie jetzt. Wünsche nach einer Rückabwicklung der Integration stehen im Raum oder haben in einigen Mitgliedsstaaten der EU auch schon zu konkreten Schritten geführt.

Traum vom geeinten Europa lebt

Die Kritik wird begleitet von ganz unterschiedlichen Einschätzungen über die Versäumnisse und Fehler, die in der Vergangenheit begangen wurden. Hinzukommt eine mehr oder weniger offen erklärte EU-Feindschaft durch weltpolitische Akteure wie Trump und Putin. Demgegenüber scheinen die Kräfte des Zusammenhalts zu schwinden, und die Verteidigung der EU als politisches Projekt erscheint vergleichsweise schwach. Die europäische Integration hat viele Feinde, der Nationalismus ist in vielen Ländern Staatsdoktrin geworden, der Traum eines geeinten Europa scheint hingegen kaum noch attraktiv.

Vor den – wie viele meinen – weichenstellenden Wahlen geht es den Römerberggesprächen um eine Bestandsaufnahme und mögliche Zukunftsszenarien – wie immer unter Einbeziehung des Publikums. Die begrüßenden Worte zur diesjährigen Intervention der Römerberggespräche spricht Ina Hartwig, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft der Stadt Frankfurt am Main. Die Moderation der Veranstaltung hat Alf Mentzer vom Hessischen Rundfunk. Vonseiten des Exzellenzclusters gehört Stefan Kadelbach zu den Teilnehmern. Er ist Professor für Öffentliches Recht, Europarecht und Völkerrecht an der Goethe-Universität und Direktor des dortigen Wilhelm Merton-Zentrums für Europäische Integration.

Im Fokus Souveränität Europas

Kadelbach widmet sich dem Thema „‘Souveränität Europas‘ oder zurück zum Nationalstaat? Mögliche Szenarien für die Zukunft der Europäischen Union“. Sein Beitrag beschäftigt sich mit Entwicklungen, die als krisenhaft wahrgenommen werden und in politischen Strukturbrüchen in vielen Staaten Europas, aber auch in der Konstruktion der Europäischen Union selbst ihre Ursachen haben. Vorschläge zur Neubelebung Europas sind aber immer nur so aussichtsreich, wie es die Regierungen der Mitgliedstaaten zulassen. Vor diesem Hintergrund soll diskutiert werden, ob und welche Reformmodelle hier in Frage kommen.

Kadelbach widmet sich dem Thema „‘Souveränität Europas‘ oder zurück zum Nationalstaat? Mögliche Szenarien für die Zukunft der Europäischen Union“. Sein Beitrag beschäftigt sich mit Entwicklungen, die als krisenhaft wahrgenommen werden und in politischen Strukturbrüchen in vielen Staaten Europas, aber auch in der Konstruktion der Europäischen Union selbst ihre Ursachen haben. Vorschläge zur Neubelebung Europas sind aber immer nur so aussichtsreich, wie es die Regierungen der Mitgliedstaaten zulassen. Vor diesem Hintergrund soll diskutiert werden, ob und welche Reformmodelle hier in Frage kommen.

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