Dienstag, 17.07.2018 05:39 Uhr

Recycling von Windenergieanlagen zwischen Umweltsünde

Verantwortlicher Autor: IPH Hannover,Judith Kebbe Hannover, 14.05.2018, 19:04 Uhr
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Nicht für die Ewigkeit bestimmt Windenergieanlagen
Nicht für die Ewigkeit bestimmt Windenergieanlagen  Bild: IHP Hannover, Judith Kebbe

Hannover [ENA] IPH - Institut für Integrierte Produktion Hannover gGmbH, Judith Kebbe Recycling von Windenergieanlagen zwischen Umweltsünde und neuem ÖkostandardDie erste Generation von Windenergieanlagen kommt in die Jahre: Nun mussentschieden werden, ob sie weiterbetrieben, erneuert oder zurückgebaut wird.

Mit den Herausforderungen von nachhaltigem Repowering oder Rückbau und Recycling beschäftigen sich auch die Veolia Deutschland GmbH und das Institut für Integrierte Produktion Hannover (IPH) gGmbH. Auf einem Symposium auf der IFAT, der Weltleitmesse für Umwelttechnologie, diskutieren beide Unternehmen mit weiteren Projektentwicklern sowie Betreibern von Windenergieanlagen über die verschiedenen Möglichkeiten des Recyclings.

Ungefähr 28.000 Windräder drehen sich unter dem deutschen Himmel – ein Großteil davon schon seit Ende der neunziger Jahre. Aktuell steht die Windbranche vor großen Herausforderungen: Mit dem Auslaufen des Förderanspruchs nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) für 20 Jahre alte Windenergieanlagen muss entschieden werden, ob diese Alt-Anlagen stillgelegt, zurückgebaut, erneuert oder in bisherigem Umfang weiterbetrieben werden können. Nach heutigem Stand werden davon bundesweit rund vier Gigawatt Anlagenleistung betroffen sein. Künftig fallen pro Jahr im Schnitt weitere 2,4 Gigawatt aus der EEG-Förderung.

Nicht in jedem Fall können die Betreiber Bestandsanlagen durch modernere und leistungsfähigere Anlagen ersetzen (Repowering). Häufig sprechen baurechtliche Gründe dagegen und auch die Wirtschaftlichkeit muss bei jedem Projekt neu geprüft werden. Entscheiden sich die Betreiber dazu, Anlagen stillzulegen, stellt sich die Frage, wie die Unternehmen der Windindustrie den Ressourcenkreislauf professionell schließen wollen. Hier bietet sich die Kreislauf- und Entsorgungswirtschaft als Partner an, um den Lebenszyklus von Windenergieanlagen zu optimieren und die professionelle Verwertung und Entsorgung von ganzen Windenergieanlagen zu organisieren.

Im Fokus stehen dabei die Fragen, wie Standards zum umweltverträglichen Recycling von Windenergieanlagen aussehen sollten, welchen stofflichen Verwertungsanteil modernes Verbundstoff-Recycling anstreben muss undwelche Verfahren zur stofflichen Verwertung der Anlagenkomponentenkostendeckend betrieben werden können. Denn nicht selten wird noch inWildwest-Manier demontiert, geschreddert und entsorgt.www.gutshof-wilsickow.com www.leonardwuest.ch Für aktuelle regionale Nachrichten und Kultur aus der Innerschweiz besuchen Sie die Seite www.innerschweizonline.ch Aktuelles regionales und Kultir aus dem Ruhrgebiet finden Sie auf www.bochumer-zeitung.net

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