Sonntag, 15.09.2019 08:27 Uhr

Peter Häimerl Baukultur gegen den Verfall

Verantwortlicher Autor: Detlev Bremkens, Hochschule Bochum Bochum, 03.07.2019, 09:20 Uhr
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Bochum [ENA] Zum Auftakt der diesjährigen Architektur-Vortragsreihe der Hochschule Bochum im Sommersemester hat am 9. Mai 2019 der vielfach ausgezeichnete (Deutscher Architekturpreis, Bayerischer Staatspreis für Architektur, die Große Nike etc.) Münchener Architekt Peter Haimerl das Wort. Er hat in den letzten 10 Jahren eine Reihe von Projekten in seiner Herkunftsregion, dem Bayerischen Wald, realisiert.

Der Bayerische Wald teilt die Probleme, die der ländliche Raum an vielen anderen Orten hat: Leerstand und Verlust der Identität durch Verlagerung der kulturellen Brennpunkte in die Metropolen. Peter Haimerl versucht in dieser ostbayerischen Region Kultur zu implementieren, sei es in Form von moderner Reaktivierung verfallener Bauernhäuser, Entwicklung von Ortsmitten wie in Blaibach durch ein Konzerthaus samt Bürgerhaus oder durch städtebauliche Entwicklungsprojekte, die unter dem Label HAIMATLOFT attraktiven, modernen Lebensraum in Kleinstädten entstehen lässt. Der Vortrag beginnt um 18 Uhr in der BlueBox der Hochschule Bochum. Interessierte sind herzlich eingeladen, der Eintritt ist frei.

Hintergrund der Vortragsreihe

Die Architektur-Vortragsreihe der Hochschule Bochum bietet international renommierte Architekturbüros eine Plattform, um ihre Arbeiten zu präsentieren und mit dem Fachpublikum zu diskutieren. Die Architektenkammer NRW erkennt die Vorträge als Fortbildungsveranstaltung an. Die Vortragsreihe im Sommer 2019 trägt den Titel “Think rural” und richtet ihren Focus vom urbanen hin zu ländlichen Regionen. Die eine Hälfe der Weltbevölkerung lebt in Städten, die andere lebt nach wie vor in weniger dichten Räumen. Ein Flächenvergleich zwischen beiden Welten würde weit weniger paritätisch ausfallen. Dennoch konzentrierte sich die Architekturdebatte lange vornehmlich auf die Probleme der Stadt.

In jüngster Zeit finden die räumlichen und programmatischen Themen des Ländlichen stärkere Beachtung. Wie können wir die Beziehung zwischen Stadt und Land jenseits eines starren Dualismus beschreiben, deuten und gestalten? Welche Rolle spielen Architekten bei der Wiederentdeckung des nicht-urbanen Raums als Ort der Transformation? Und welchen Beitrag können sie außerhalb der Stadt zur sozialen, ökonomischen, materiellen und baukulturellen Erneuerung leisten? www.leonardwuest.ch Für aktuelle regionale Nachrichten und Kultur aus der Innerschweiz besuchen Sie www.innerschweizonline.ch Für aktuelle regionale Nachrichten und Kultur aus dem Ruhrgebiet die www.bochumer-zeitung.com www.gabrielabucher.ch www.noemiefelber.ch www.annarybinski.ch

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