Sonntag, 15.09.2019 08:00 Uhr

Neues zu blasenbildenden Autoimmunerkrankungen der Haut

Verantwortlicher Autor: Dt. Dermat. Gesellschaft Jenny Kocerka Berlin, 12.06.2019, 21:48 Uhr
Presse-Ressort von: leonardwuest.en-a.ch Bericht 3981x gelesen

Berlin [ENA] Deutsche Dermatologische Gesellschaft präsentiert wissenschaftliche Erkenntnisse Blasenbildende Autoimmunerkrankungen sind seltene, jedoch lebensbedrohliche Erkrankungen der Haut und Schleimhäute. Bei diesen Hauterkrankungen bilden Zellen des Immunsystems (Plasmazellen) bestimmte Eiweiße (Antikörper). Diese Antikörper schädigen mit den körpereigenen T-Zellen Strukturen die Haut.

Die Oberhaut (Epidermis) löst sich und es bilden sich Blasen auf der Haut. Die Expertinnen und Experten der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft präsentieren auf ihrer 50. Tagung vom 1. bis zum 4. Mai 2019 im Berliner CityCube neue wissenschaftliche Erkenntnisse zu bullösen Dermatosen (Pemphigus), den blasenbildenden Autoimmunerkrankungen. Serologische Testungen bei blasenbildenden Autoimmunerkrankungen Prof. Dr. Hertl, Direktor der Hautklinik am Universitätsklinikum Marburg und Experte für bullöse Dermatosen, gibt Einblick in den aktuellen Stand der dermatologischen Forschung.

Antigene und Antikörper nachgewiesen

Durch ein besseres Verständnis für die Entwicklung dieser Erkrankungen können wir blasenbildende Autoimmunerkrankungen jetzt mit handelsüblichen, serologischen Testsystemen viel spezifischer diagnostizieren.“ Hierbei können die entsprechenden Antigene und Antikörper nachgewiesen werden. Die meisten bullösen Dermatosen werden immunsuppressiv, also durch die Unterdrückung des körpereigenen Abwehrsystems (Immunsystem) behandelt. Das erfolgt entweder mit sogenannten Glukokortikoiden oder im Anschluss an eine konservative Behandlung durch adjuvant eingesetzte Immunsuppressiva bis zum Rückgang der Krankheitssymptome. Die Mortalität (Sterblichkeit) bei diesen Autoimmunerkrankungen konnte auf diesem Weg deutlich gesenkt werden.

Erhebliche Begleitwirkungen

Allerdings weisen systemische Glukokortikoide nicht unerhebliche Begleitwirkungen auf. Dazu gehören Diabetes mellitus, arterielle Hypertonie, Magen-Darm-Geschwüre, Osteoporose sowie eine erhöhte Infektanfälligkeit. Studien zeigen Remission von Autoimmundermatosen Für die Behandlung von Autoimmundermatosen wurde vor kurzem der monoklonale Antikörper Rituximab als First Line-Therapie zugelassen.

Prospektive Studien zeigten unter Rituximab langfristige Remissionen der Autoimmundermatosen. Es laufen weitere klinische und präklinische Studien mit dem Ziel, die autoreaktiven T- und B-Zellen sowie Autoantikörper bei Patientinnen und Patienten mit einer bullösen Dermatose zu eliminieren. www.leonardwuest.ch Für aktuelle regionale Nachrichten und Kultur aus der Innerschweiz besuchen Sie www.innerschweizonline.ch Für aktuelle regionale Nachrichten und Kultur aus dem Ruhrgebiet die www.bochumer-zeitung.com www.gabrielabucher.ch www.noemiefelber.ch www.annarybinski.ch

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