Samstag, 29.02.2020 00:24 Uhr

The Beach Boys im Kongresshaus Zürich

Verantwortlicher Autor: Leonard Wuest Zürich, 22.12.2019, 11:33 Uhr
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The Beach Boys, aktuelle Besetzung
The Beach Boys, aktuelle Besetzung   Bild: All Blues Konzert AG, Zürich, Switzerland@Klaus Rothen

Zürich [ENA] The Beach Boys im Kongresshaus Zürich besucht von Léonard Wüst Besetzung: Mike Love, lead vocals – Bruce Johnston, keyboards/vocals – Jeff Foskett, guitar/vocals – Randell Kirsch, bass/vocals – Tim Bonhomme, keyboards/vocals – John Cowsill, percussion/vocals – Scott Totten, guitar/vocals.

Na ja, Boys sollte man die Band wahrscheinlich nicht mehr nennen, aber Beach Men tönt in etwa so blöd, wie wenn man sie in Congress Men umtaufen würde, nur weil sie das einzige Konzert in der Schweiz im Jahre 2014 eben im Kongresshaus Zürich zelebrierten. Dass sie aber das Southern California Surf – Feeling immer noch rüberbringen können, wurde den Anwesenden schnell und unmissverständlich klargemacht. Nicht wenige renommierte Musikexperten sind der Meinung, dass ihr Superhit aus dem Jahre1966, „Good Vibrations“, die Beatles massgeblich beeinflusst habe zur musikalischen Ausrichtung deren nach wie vor legendären, im Mai 1967 veröffentlichten Album: Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band.

Das Line Up der damaligen Besetzung bestand aus den Brüdern Carl (Gitarre, Gesang), Dennis (Schlagzeug, Gesang) und Brian Wilson (Bass, Keyboards, Gesang), sowie deren Vettern Mike Love (Gesang) und David Lee Marks – einem Schulfreund – der wenig später durch Al Jardine (Gitarre, Gesang) abgelöst wird. In der aktuellen Formation bei diesem Konzert stand als einziger Mike Love von der Originalbesetzung noch auf der Bühne, Brian Wilson widmet sich eigentlich nur noch der Studioarbeit, seinen Soloprojekten und der Komposition, seine Brüder sind schon verstorben: 1983 starb Dennis Wilson, ausgerechnet beim Schwimmen und 1998 verschied Carl Wilson an einem Krebsleiden.

Rezension des Konzertes

Gestartet wurde mit einem Medley unbekannterer Werke aus dem umfangreichen Songrepertoire der nunmehr über 50 Jahre alten und reichen Schaffensgeschichte der Band. Geschickt unterstützt durch die passenden Videoprojektionen von Surfern, Stilmotiven der 1969/70er Jahren, Flower Power& Hippieimpressionen usw. auf Grossleinwand im Rücken der Protagonisten entstand ein Gesamtkunstwerk und zusätzlich eine Retrospektive auf den damaligen südkalifornischen Livestyle. Quasi ohne Unterbruch setzte sich das ganze fort und Leadsänger Mike Love unterliess es denn auch nicht, darauf hinzuweisen, dass sie das letzte Mal im Jahre 1962 sieben Songs in Folge performt hätten.

Langsam näherte man sich den sattsam bekannten Welthits und das Publikum, meist etwas fortgeschrittenen Alters genoss die Mitklatschsongs ihrer Teenageridole in vollen Zügen und engagiert hingebungsvoll. Love gab immer wieder ein paar kleine Anekdoten über die Bandgeschichte zum Besten, was je nachdem, mit Lachern, Gejohle usw. quittiert und honoriert wurde. Unaufhaltsam entwickelte sich das Konzert zu einem eigentlichen Happening. Zwischendurch ein wunderschöner a cappella Song, dann weiter mit den fröhlichen Songs wie „when i kissed her“, „surfcity“, „my girl, my baby“ usw. Mike Love forderte das Publikum auf, mit einem kräftigen „happy birthday“ dem an der Keyboards agierenden Bruce Johnston zu dessen 70stem Geburtstag zu gratulieren.

Dann die Abfolge der ganz grossen Hits, die auch die jüngere Generation bestens kennt, den Auftakt machen sie mit „good vibrations“, „california dreamings“, „surfin USA“ usw. Damit war das Konzert zu Ende, da legten aber die Anwesenden mit einem wahren Applausorkan ein kräftiges Veto ein. Belohnt wurde dies in Form von schmissigen Zugaben von einigen Coverversionen wie „Cotton Fields“, „Rock`n Roll Music“ von Chuck Berry, und gefolgt natürlich von den eigenen Kultsongs „Barbara Ann“ und „Fun Fun Fun“.

Und diesen Fun hatten an diesem Abend wirklich alle mehr als genug. Unglaublich, was diese, doch schon etwas in die Jahre gekommenen Herren auf der Kongresshausbühne boten, fast 3 Stunden Musik und Unterhaltung vom Feinsten, dies wohlgemerkt, ohne Pause oder Unterbruch. www.leonardwuest.ch www.allblues.ch www.innerschweizonline.ch www.bochumer-zeitung.com

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