Samstag, 29.02.2020 01:18 Uhr

Salzburger Schlosskonzert, Schloss Mirabell

Verantwortlicher Autor: Leonard Wuest Salzburg, 11.01.2020, 21:29 Uhr
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chloss Mirabell Salzburg, Austria
chloss Mirabell Salzburg, Austria   Bild: Homepage des Schloss Mirabell Salzburg, Austria

Salzburg [ENA] Salzburger Schlosskonzert, Marmorsaal im Schloss Mirabell,2.5.2015 Besetzung und Programm: Duo Luz LESKOWITZ, Violine und Luca TONCIAN, Klavier W.A. MOZART Sonate für Klavier und Violine in B-Dur, KV 454, F. SCHUBERT Sonate für Violine und Klavier in A-Dur, op. 162, D 574, C. FRANCK Sonate

Besetzung und Programm: Duo Luz LESKOWITZ, Violine und Luca TONCIAN, Klavier W.A. MOZART Sonate für Klavier und Violine in B-Dur, KV 454, F. SCHUBERT Sonate für Violine und Klavier in A-Dur, op. 162, D 574, C. FRANCK Sonate für Violine und Klavier in A-Dur. Ein wunderschöner Konzertabend im grandiosen Marmorsaal des Schloss Mirabell in der Mozartmetropole an der Salzach

Grundinformationen über die Protagonisten dieses Konzertes: Luz Leskowitz (*1943), Violine, war u.a. Schüler von Yehudi Menuhin, ist Gründer und Leiter der Salzburger Solisten und Leiter der Salzburger Schlosskonzerte. Er spielt auf einer Ex-Prihoda Stradivarius aus dem Jahre 1707. Luca Toncian, Klavier wurde 1989 in Klausenburg, Siebenbürgen geboren und hat u.a. schon mit den Berliner Philharmonikern konzertiert. An der Qualität der Künstler kann man schon in etwa den Stellenwert der Schlosskonzerte einordnen.

Im wunderschönen Marmorsaal waren leider nur ungefähr 40 Personen anwesend, darunter je etwa zur Hälfte junge asiatische Touristen und gestandene Konzertgänger aller Altersstufen und aus aller Herren Länder. Eigentlich logisch, dass in der Mozartstadt als erstes etwas von diesem genialen Komponisten programmiert war. Leskovitz hatte Mozart`s Violinsonate KV 454 gewählt und das erwies sich als perfekt zur Demonstration der Harmonie zwischen dem jungen, manchmal etwas übereifrigen Toncian und dem ausgereiften, sensiblen Violinisten. Dienten das Largo, Allegro und das Andante zur Sensibilisierung der Sinne, fanden ebendiese mit dem furiosen finalen Allegretto freudvolle Erlösung.

Dann in dieser wahrhaft romantischen Umgebung die Sonate für Violine und Klavier des Romantikers Schubert, fast dacht ich zu viel der Romantik, wurde aber durch die subtilen meisterlichen Violinläufe im Allegro moderato und das wahrhaft scherzende Scherzo eines Besseren belehrt. Weitergeführt auch im anschliessenden Andantino, vollendet aber schlussendlich doch durch das melancholische und trotzdem in lebensbejahendem Engagement dargebotene Allegro vivace. Das auf ganz besondere Art berührte Publikum verabschiedete die Künstler mit grossem Applaus in die Pause.

Rezension des zweiten Konzertteils

Im 2. Konzertteil kam für mich musikalisches Neuland, mit der Sonate für Violine und Klavier A-Dur von César Franck erlebte ich eine Live Premiere, hatte ich diese doch bisher ausschliesslich ab Tonträgern gehört. Beim Studieren des Programms vor Konzertbeginn hatte ich noch erstaunt zur Kenntnis genommen, dass gleich zwei der total 3 vorgetragenen Sonaten in A-Dur geschrieben sind. Schnell war aber klar, dass dies aufgrund der Verschiedenheit der Werke, nicht von Bedeutung war und sich besonders der junge Pianist in Franck`s Meisterstück sehr wohl fühlte, ausserordentlich im perlenden Allegro ausdrucksstark ausgelebt.

Auch hier fanden sich die beiden Musiker wieder im Recitativa. Fantasia, bevor mit dem brillant vorgetragenen Allegretto poco mosso (da hatte Toncian sich längst vom Übereifer verabschiedet), der absolute Höhepunkt dieses aussergewöhnlichen Konzerterlebnisses folgte. Für mich der optimale Auftakt in „meine“ persönlichen Salzburger Festspiele in dieser ersten Juniwoche 2015. Besucht und rezensiert von Léonard Wüst www.leonardwuest.ch www.innerschweizonline.ch www.bochumer-zeitung.com

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