Samstag, 29.02.2020 01:56 Uhr

Lucerne Festival Academy, Simon Rattle, Barbara Hannigan

Verantwortlicher Autor: Leonard Wuest Luzern, 27.01.2020, 07:44 Uhr
Presse-Ressort von: leonardwuest.en-a.ch Bericht 3654x gelesen
Lucerne Festival Academy Orchestra & Chorus
Lucerne Festival Academy Orchestra & Chorus   Bild: Pressefoyer des Lucerne Festival Academy Orchestra Luzern

Luzern [ENA] Lucerne Festival Academy Orchestra & Chorus von Léonard Wüst Programm und Ausführende: Lucerne Festival Academy Orchestra and Chorus (James Wood Einstudierung) | Simon Rattle Dirigent | Barbara Hannigan Sopran Werke von: Paul Dukas Claude Debussy (1862-1918) Unsuk Chin (*1961) Luciano Berio

Der Reihe nach: im ersten Konzertteil je ein kurzes Werk von Paul Dukas (1865 – 1935) und Claude Debussy (1862 – 1918), dann überraschte uns ein klarer a capella Sopran wie aus dem Nichts, der aus dem Bereich des hinteren Saalteiles erklang. Ihren Solopart weitersingend durchschritt die kanadische Sopranistin Barbara Hannigan (artiste étoile des diesjährigen Festivals) den Konzertsaal, stieg auf die Bühne und gesellte sich zu Dirigent und Orchester. Es war der überraschende Auftakt des, von der südkoreanischen Komponistin Unsuk Chin (*1961, Composer in Residence dieses Festivals), geschriebenen Auftragswerk der Roche Commission: „Le Silence des Sirènes“ für Sopran und Orchester.Nach Textmotiven v. Homers „Odyssé“ und „Ulysses“ von J. Joyce

Zurück zum Konzert. Unglaublich wie klagend, apostrophierend, neckisch, ablehnend, jaulend, euphorisiert, manchmal fast trotzig und zornig die Kanadierin diesen Sprechgesang interpretierte. Auch das von der Interpretin ausgewählte wallende Outfit war perfekt abgestimmt zur visuellen Darstellung der Sirene, in Verbindung mit Dirigent und Orchester schlicht und einfach ein grandioses Gesamtkunstwerk, das wieder einmal klare Akzente in der Interpretation moderner Musik zu setzen wusste. Das Publikum (ausverkaufter Konzertsaal) würdigte diese Darbietung denn auch entsprechend mit langanhaltendem stürmischem Applaus. Nach der Pause dann das eingangs erwähnte 60minütige Pièce de Resistance dieses denkwürdigen Abends, der “Coro www.leonardwuest.ch

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