Donnerstag, 14.12.2017 16:00 Uhr

Graz als Treffpunkt für junge Musiktalente

Verantwortlicher Autor: Anna Rybinski Graz, 08.10.2017, 13:46 Uhr
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Graz bei Nacht
Graz bei Nacht  Bild: Graz Tourismus, Harry Schiffer

Graz [ENA] Graz als Treffpunkt für junge Musiktalente 14.-19. November 2017 von Anna Rybinski.Das vorweihnachtliche Graz lockt die Besucher mit zahlreichen kulinarischen und kulturellen Veranstaltungen. Eine davon könnte für Klassikliebhaber ein besonderer musikalischer Genuss werden.

: Die Landeshauptstadt lädt die Musikelite der Jugend zum 5. Internationalen Béla Bartók Klavierwettbewerb ein. Eine Rarität ist die Veranstaltung insofern, als dass sogar besonders talentierte Kinder ab 7 Jahren sich vor einer hochkarätigen Jury präsentieren können. Die obere Altersgrenze ist 25 Jahre. Jeder Altersgruppe entsprechend sind die Pflichtstücke ausgewählt. Im Fokus stehen die Werke von Béla Bartók und – wie könnte es in Österreich anders sein? – die Wiener Klassik. Bartók meets Mozart, hier also von jugendlichen Ausnahmetalenten interpretiert. Als zusätzliche lokale Würze können von den Wettbewerbsteilnehmern auch Stücke steirischer Komponisten freiwillig ausgewählt werden.

Aber gerade Béla Bartók, der grösste ungarische Komponist, eignet sich besonders als Galionsfigur für diesen Wettbewerb, hat er doch für die Jugend eine Fülle von wunderbaren Klavierwerken geschaffen. In der Serie »Für Kinder« bearbeitete er die schönsten Kinderlieder aus Ungarn und der Slowakei. Sein sechsbändiger Mikrokosmos« fängt mit einfachen Stücken an und führt so die Jüngsten in die moderne Klangwelt ein. Stufe für Stufe wird ein wahrer Klangkosmos aufgebaut; die Sammlung endet mit anspruchsvollen Kompositionen für Fortgeschrittene.

Béla Bartók Internationale Musikgesellschaft Österreich
Béla Bartók, Bild Kertész Sándor
Béla Bartók Internationale Musikgesellschaft Österreich

Bartóks besondere Vorliebe galt der Volksmusik. Er sammelte Volkslieder nicht nur in seiner Heimat, sondern auch in grossen Teilen des Balkans. Er lernte auch die Sprachen dieser Völker, um sich mit den Bauern verständigen zu können, d. h. slowakisch, rumänisch, russisch, arabisch und sogar türkisch. Der 1. Weltkrieg schnitt ihn von diesen Gegenden ab, die für ihn ein reicher Fundus an ursprünglicher Volksmusik waren. Es schmerzte ihn auch zutiefst, dass die benachbarten Völker durch geschürten Hass und demagogische Politik gegeneinander aufgehetzt wurden.

Sein künstlerisches Credo hat er so zusammengefasst: „Meine eigentliche Idee, der ich mir – seitdem ich mich als Komponist gefunden habe – vollkommen bewusst bin, ist die Verbrüderung der Völker, eine Verbrüderung trotz allem Krieg und Hader. Dieser Idee versuche ich – soweit es meine Kräfte gestatten – in meiner Musik zu dienen; deshalb entziehe ich mich keinem Einfluss, mag er auch slowakischer, rumänischer, arabischer oder sonst irgendeiner Quelle entstammen. Nur muss die Quelle rein, frisch und gesund sein!“ Béla Bartók 1931

Als Veranstalter des Wettbewerbs zeichnen sich die Béla Bartók Internationale Musikgesellschaft Österreich und das Johann-Joseph-Fux-Konservatorium des Landes Steiermark verantwortlich. Die Béla Bartók Internationale Musikgesellschaft Österreich wurde vor zehn Jahren von der Pianistin und Klavierpädagogin Eva Ott gegründet. Konzerte, Vorträge und Weiterbildungskurse gehören zu den Aktivitäten des Vereins.

Das Johann-Joseph-Fux-Konservatorium des Landes Steiermark unter der Leitung von Direktor Mag. Eduard Lanner hat die 5. Austragung des Klavierwettbewerbs freundlicherweise übernommen und unterstützt den Anlass in allen Belangen, damit die jungen Talente unvergessliche und erfolgreiche Tage erleben können. Erstpreisräger im 4. Béla Bartók Klavierwettbewerb waren unter anderen: Soley Blümel (Altersgruppe 1) und Varga Gergő Zoltán (Altersgruppe 6) In der Wettbewerbsjury finden sich neben Eva Ott und Eduard Lanner im weiteren Elisabeth Väth-Schadler (Kärntner Landeskonservatorium), Angelika Ferra (Johann-Joseph-Fux-Konservatorium) und Markus Schirmer (Kunstuniversität Graz).

Die Vorspiele im Fux-Saal des Konservatoriums beginnen am 14. November 2017 um 10.00 Uhr und werden bis zum 19. November 2017 andauern. Der Eintritt ist frei. Ort: Johann-Joseph-Fux-Konservatorium, Nikolaigasse 2, 8020 Graz www.verwaltung.steiermark.at/cms/beitrag/12568030/74836019 www.annarybinski.ch www.leonardwuest.ch Für Nachrichten und Kultur aus der Innerschweiz besuchen Sie die www.innerschweizonline.ch Für Nachrichten und Kultur aus dem Ruhrgebiet besuchen Sie die www.bochumer-zeitung.com

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